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Glosse

Salzkorn

In einer Luxus-Entzugsklinik an der Zürcher Goldküste lassen sich Multimillionäre behandeln. Das kostet schnell einmal 100'000 Franken in der Woche.
Jürg Ackermann

Die Schwermut der Schwerreichen kennt offenbar keine Grenzen. In einer Aufsehen erregenden Reportage schilderte die NZZ kürzlich, wie sich Multimillionäre aus der ganzen Welt in einer Luxus-Entzugsklinik am Zürichsee behandeln lassen. Zum Rundumpaket gehören eine eigene Villa, Gespräche mit Ärzten und Psychologen, ein Butler, Koch und Chauffeur. Kostenpunkt: bis zu 17000 Franken am Tag.

Ein Klinik-Arzt sagt, manche Reiche seien suchtgefährdet, weil durch das viele Geld ständig alles verfügbar sei: Kokain, schnelle Autos, Sex, Luxusferien. In diesem Kreislauf des Immer-mehr-Wollens verschwinde der Lebenssinn, und die Einsamkeit steige.

Hatten die Evangelisten also doch recht, als sie vor bald 2000 Jahren schrieben, eher komme ein Kamel durch ein Nadelöhr als ein (Schwer-)Reicher ins Reich Gottes? Wir wissen es nicht. Sicher ist nach der Reportage in der NZZ nur: Auch wenn vielleicht nicht in den Himmel – bis zur Zürcher Goldküste schaffen sie es. Im Privatjet natürlich und nicht auf dem Kamel.

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