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Glosse

Salzkorn

Warum die gesparte Stunde nicht an einem Montagmorgen vergüten?
Bettina Kugler

Man muss die Mär nur oft genug erzählen. Vielleicht glaubt irgendwer dann wirklich, dass in der Nacht auf den letzten Oktobersonntag eine wundersame Zeitvermehrung stattfindet. Dass eine gute Fee ans Bett tritt und uns eine zusätzliche Stunde Ruhe aufs Kopfkissen legt. Als Menschen mit Sparheftmentalität vertrauen wir gern darauf, dass nichts umsonst ist. Hat man nicht vor Monaten ein Stündchen abgezwackt und eingezahlt aufs Zeitkonto? Lange, milde Sommerabende sind die Zinsen.

Der Haken an der Jahr für Jahr verbreiteten guten Nachricht: Sie wird meist schon am Sonntag früh als Fake News entlarvt. Man wacht um sieben auf, was umso schlimmer ist, als man noch nicht mal an der Uhr gedreht hat. Dafür gibts ja den freien Tag. Im Wissen um die längere Nacht hat man am Vorabend über die Stränge geschlagen; das zahlt sich heim. Um 20 Uhr MEZ: grosses Gähnen. Die Kinder weigern sich, ins Bett zu gehen. Doch nicht um diese Zeit! Leider ist bislang keiner auf die Idee gekommen, die gesparte Stunde an einem trüben Montagmorgen zu vergüten. bk.

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