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Glosse

Salzkorn

Ein neuer Begriff ist seit den Wahlen in aller Munde: "die grüne Welle"
Urs Bader

«Die grüne Welle» – hoffentlich ebbt sie sprachlich bald ab. Der Wahlerfolg der Grünen und der Grünliberalen ist kein Naturereignis. Er ist auch kein Tsunami und kein Erdrutsch, sondern die Folge von Wahlentscheiden von Tausenden von Bürgerinnen und Bürgern. Natürlich wird immer wieder nach eingängigen Sprachbildern gesucht, auch um politische Ereignisse zu beschreiben. Das ist oft ganz harmlos – kann aber auch berechnend bis hinterhältig sein.

Dass im aktuellen Fall gerade die Verlierer der Wahlen gerne von einer «grünen Welle» sprechen, hat seinen Grund. Sie suggerieren damit, dass der Erfolg der Grünen eben wie eine Welle bald wieder abebbt. Die Wissenschaft nennt dies «politisches Framing». Der Wahlsieg wird in einen unbewussten Deutungsrahmen gestellt, der dem Sieg seine Nachhaltigkeit abspricht. Das ist verständlich, aber auch leicht durchschaubar. Es geht um politische Macht. Immerhin steht die Zusammensetzung des Bundesrats auf dem Spiel. U. B.

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