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Glosse

Salzkorn

«Gemütlichkeit» wurde von Deutschlernenden aus 46 Ländern zum schönsten deutschen Wort gekürt. Doch so richtig gemütlich wird es bei Deutschen und Schweizern nur selten.
Katja Fischer de Santi
(Illustration: Corinne Bromundt)

(Illustration: Corinne Bromundt)

Deutschlernende aus 46 Ländern haben «Gemütlichkeit» zum schönsten deutschen Wort gekürt, noch vor «Schmetterling» und «Eichhörnchen». Nun sind Deutsche und Schweizer ja nicht als besonders gemütliche Zeitgenossen bekannt. Und wenn wir es uns dann doch mal gemütlich machen, wird es schnell als Trägheit ausgelegt.

Trotzdem ist die Gemütlichkeit ein sehr deutschsprachiger Zustand. Einzig die Dänen und Norweger kennen für den «subjektiv empfundenen Gemütszustand des Wohlbefindens» auch einen speziellen Begriff: hyggelig. Um das Wort entwickelte sich in den letzten Jahren ein richtiger Deko-Hype. So weit hat es die Gemütlichkeit nicht gebracht. Vielleicht besser so.

Legendär ist der Fall aus dem Jahr 1973, als ein englischer Tourist seinen Reiseveranstalter verklagte, weil er in den Schweizer Bergen nicht die versprochene Gemütlichkeit gefunden hatte. Möglicherweise wäre er am Oktoberfest besser aufgehoben gewesen. Dort schallt «Ein Prosit auf die Gemütlichkeit» aus jedem Lautsprecher.

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