Glosse

Salzkorn

Rotes Fleisch lässt der Wissenschaft einfach keine Ruhe. Sie hat sich erneut damit beschäftigt.

Odilia Hiller
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Kinder gesundheitsbewusster Schweizer Eltern saugen es mit der Muttermilch auf: Äpfel und Rüebli sind gesund. Ebenso Spinat, Broccoli, Fenchel, Salat und viele andere Sachen, deren Genuss den meisten wenig Spass bereitet. Des Teufels sind hingegen Würste, Gipfeli, Chips, Fritten, Donuts und Hamburger. Also alles, worauf Kinder fliegen.

Laut neuesten Studien sind rotes Fleisch (Hamburger!) und Wurstwaren (Fleischkäse! Salami!) nun doch nicht so ungesund, wie es die Weltgesundheitsorganisation bisher glauben machen wollte. Verstehen wir den Wissenschaftsredaktor der NZZ richtig, sind sie zwar ein bisschen krebserregend, aber eben doch nicht so fest wie gedacht. Interessant ist, dass sich die Forscher dabei auf die gleichen Daten stützen wie jene, die Alarm schlugen.

Wer das alles sehr verwirrend findet, dem sei geraten, im Zweifelsfall ganz mit Essen aufzuhören. So macht man am wenigsten falsch. Ab und zu ein heisser Fleischkäse mit Ketchup kann dann sicher nicht schaden. Irgendetwas muss man ja essen.