Glosse
Salzkorn

Der neueste Trend für Gesundheitsbewusste: Ein Mittagschlaf im Café

Stefan Borkert
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Die Tür zum Café öffnet sich. Der Gast bestellt: «Einmal Mittagsschlaf bitte!» Hellwach hatte der in Finnland lebende Franzose Jeremy Mast vor Jahren die Idee für das erste europäische Schlafcafé. Schlafforscher sind davon begeistert. Die Menschen schlafen ohnehin zu wenig und ein 20minütiger Mittagsschlaf senkt das Herzinfarktrisiko deutlich.

Der Beamtenschlaf ist also fälschlicherweise in Verruf geraten. Sind diese Menschen doch nur vernünftig und nach dem Nickerchen am Schreibtisch umso leistungsfähiger für den Staat und seine Bürger. Friedliches Schnarchen von Angestellten nach dem Mittag in einem Grossraumbüro könnte allerdings so manchem Chef auch noch die letzte doch so nötige Mütze Schlaf rauben. Also muss der Kurzschlaf auswärts geschehen. In Berlin etwa bietet das Café «Nickerchen» Erholung. In Frankreich sind Schlafcafés stark auf dem Vormarsch. Nur in der Schweiz wartet das Geschäftsmodell noch darauf, von einem aufgeweckten Investor endlich aus dem Dornröschenschlaf wachgeküsst zu werden. bor