Glosse
Salzkorn

Wieder findet die alljährliche Viehschau statt.

Gottlieb F. Höpli
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Was dem Italiener die Piazza, das ist dem Homo voralpensis – dem voralpinen Schweizer – der Platz, auf dem zurzeit wieder die alljährliche Viehschau stattfindet: Dort kichert die aufgebrezelte Dorfjugend, hier muht bekränztes Milchvieh. Das weibliche Geschlecht wird hier wie dort kritisch beurteilt. Dort gibt’s blumige Komplimente, hier wenigstens Punkte.

Doch letzteres gefällt nicht allen. Die Grünen wollen den Viehbestand in der Schweiz um ein Viertel reduzieren. Nicht zuletzt wegen des beachtlichen CO2-Ausstosses, das so ein Rindvieh gen Himmel – pardon – furzt. Und Fleisch essen wir ja eh zuviel, belehrt uns Doktor Bastien Girod. Der den voralpinen Subarus grad auch noch einen um fünfzig Rappen teureren Benzinpreis verschreiben will.

Aus städtischer Sicht, in der Kühe nur am Fernsehen vorkommen, gäbe es vielleicht eine Lösung: Die vierbeinigen CO2-Schleudern müssten einfach auf Elektroantrieb umgestellt werden. Oder wenigstens auf hybrid. G.F.H.