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Glosse

Salzkorn

Lachgas - die neue Soft-Droge in Amsterdam.
Katja Fischer de Santi

Fünf Franken kostet einer der bunten Ballone, von welchen sich die jugendlichen Partygänger im Amsterdamer Ausgangsviertel Rembrandtplein einen kurzen Kick für unterwegs versprechen. Dafür inhalieren sie Lachgas aus Luftballonen. Ein tiefer Zug und es beginnt im ganzen Körper zu kribbeln, die Sinneseindrücke verstärken sich, Schmerzen sind wie weggeblasen, hysterische Lachanfälle inklusive. Nach knapp 30 Sekunden ist der Spuk aber wieder vorbei.

Der Konsum von Lachgas als Partydroge hat in den Niederlanden drastisch zugenommen. Es scheint die ideale Soft-Droge für die selbstoptimierte Generation Z zu sein. Sauber, legal und der Rausch perfekt zu kontrollieren. Etwas kichern, etwas kribbeln und gut ist. Kein Kater, kein Rauchgeschmack, keine Polizeikontrollen, die Kosten und die Nebenwirkungen kalkulierbar.

Nun warnen die Behörden in Amsterdam aber vor Schwindelanfälle, Übelkeit und Lähmungserscheinungen und wollen Lachgas verbieten. In einer Stadt in der Coffeeshops legal Marihuana verkaufen dürfen und Sauftouristen abends ganze Viertel belagern und unbewohnbar machen, eine ziemlich hilflose Geste. kaf

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