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Glosse

Salzkorn

Lobesworte über das Aussehen können giftig sein.
Bruno Scheible

«Gut siehst du aus.» Wie leicht nimmt man es entgegen, wenn man jung ist. In jungen Jahren sieht man meist gut aus. Sogar die Spuren einer durchzechten oder durchtanzten Nacht verschwinden wieder im Nu.

«Gut siehst du aus.» Je älter man ist, umso misstrauischer wird man ob solcher Begrüssungsworte. Es könnte auch ein giftiges Lob sein, denn der Spiegel belehrt uns eines Besseren. Weitere Floskeln wie «Oh, hast du abgenommen?» oder «Dieses Alter hätte ich dir nie gegeben!» wecken unweigerlich unseren Argwohn, denn wir wissen es ja besser. Manchmal folgt im Gespräch noch diese Plattheit: «Man ist so alt, wie man sich fühlt». Das muss uns in die Jahre Gekommenen zu denken geben.

Bleibt also nur, solche Floskeln zu überhören, die Jungen zu beglückwünschen für ihre Unbeschwertheit und mit der selben Nonchalance morgens zu proklamieren: «Liebes Spiegelbild, ich kenne dich zwar nicht, aber ich putze dir die Zähne trotzdem.»B.S.

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