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Glosse

Salzkorn

Woran sollen sich Schweizer Nachwuchsmusiker halten? Wie wird Applaus gemessen?
Bettina Kugler

Je lauter, desto besser. Das müssen sich junge Schweizer Talente hinter die Ohren schreiben, wenn sie als Pianisten, Geiger oder Cellisten zu den Stars von morgen zählen wollen. Wie schon in früheren Jahren dürfen auch in der kommenden Saison Nachwuchsmusiker bei den Migros-Classics auftreten, jeweils vor Weltstars wie Martha Argerich, Joshua Bell oder Sol Gabetta. «Ouvertüre» heisst das neuerdings; nicht gerade originell, aber immerhin doppeldeutig: Das Vorspiel soll Türöffner sein für die Karriere junger Künstler. «Nach ihrem Auftritt wird jeweils der Applaus gemessen», trompetet die Medienmitteilung. Dem Sieger winkt ein Engagement als Solist in der Folgesaison.

Fragt sich nur, wie er gemessen wird, der «stärkste Zuspruch»: in Dezibel? Minuten? Gibt es ein Applausometer? Musikliebhaber wissen, dass Zeitgenössisches kaum Cumuluspunkte bringt. Dass Stille wesentlicher Teil der Kunst ist. Und die Sekunden vor dem Lärm danach mehr über das Vermögen aussagen, mit Klängen zu berühren. bk.

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