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Glosse

Salzkorn

Faulenzen ist ein Beitrag zum aktiven Klimaschutz!
Bettina Kugler

Nicht jeder tut sich mit dem Nichtstun so leicht wie Pippi Langstrumpf. Dabei könnte ein Lied wie dieses glatt die Welt retten: «Faul sein ist wunderschön, denn die Arbeit hat noch Zeit, wenn die Sonne scheint und die Blumen blüh’n ist die Welt so schön und weit...» Gesetzt den Fall, man muss zum Faulsein nicht erst durch den Gotthardtunnel oder mit dem Flieger auf eine ferne Insel. Wer auf dem Sofa liegt oder, noch besser, im Garten in der Hängematte, stösst weniger CO2 aus als die bienenfleissige Berufspendlerin oder der Weltenbummler, dem schnell auch mal die Kreuzfahrt auf dem Luxusdampfer langweilig wird.

Entspannung sei das Beste, was unsereins zu mehr Nachhaltigkeit beitragen könne, findet auch der Ökonom Fred Luks. Leichter gesagt als getan – schliesslich ist Hyperaktivität kein Privileg der Kids mehr. Hilft nur, die Wortwahl anzupassen. «Faulenzen» ist ein Verb. Wer also faulenzt, ist nicht einfach faul. Er tut etwas: für sich und kommende Generationen. bk.

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