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Glosse

Salzkorn

Es gilt: Gleiche Rechte für Mann und Frau.
Gottlieb F. Höpli

Ein Mann muss das Recht haben, völlig unbekleidet durch die Zürcher Bahnhofstrasse oder die St. Galler Multergasse zu flanieren, ohne dabei schief (oder besser: überhaupt) angesehen zu werden. Grundsätzlich. Eine Forderung, wie sie des Öfteren von Hardcore-Feministinnen zu hören ist. Um das Recht auf Selbstbestimmung zu illustrieren.

Zugegeben: Nicht genau in diesem Wortlaut. Sondern bisher immer nur auf Frauen und ihr Recht bezogen, über ihr Auftreten in der Öffentlichkeit selber zu bestimmen. Ohne deshalb scheel angesehen zu werden. Schon gar nicht von Männern.

Da konsequente Feminis­tinnen bekanntlich die vollständige Gleichstellung der Geschlechter verlangen, muss ihre Forderung nach textilfreiem Auftritt in der Öffentlichkeit deshalb auch für Männer gelten. Egal, was Ästheten, Passanten oder Mütter mit einem Kind an der Hand dazu meinen. Es gilt: Gleiche Rechte für Mann und Frau. Und selbstverständlich auch für alle anderen. G.F.H.

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