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Glosse

Salzkorn

Professionelles Training von Kindesbeinen an.
Bettina Kugler

«Vorwärts, vorwärts, eins, zwei, drei...»: Das ist kein Kampflied aus dem Militär. Es wird gesungen, wenn Mamis in Trainerhosen mit ihrem Dreijährigen hinter anderen Mamis und Dreijährigen rundum im Kreis hüpfen, zum Aufwärmen der morgenmüden Glieder. Vereinzelt soll es auch Väter geben, die den Muki-Hit beherrschen und sich wöchentlich bei Purzelbaum, Stafette und Parcours vergnügen.

Doch auch in diesem Sektor ist die Professionalisierung in vollem Gange. Turnen war gestern, Toben unter freiem Himmel vorgestern. Jetzt gibt es Crossfit, ein extra hartes Workout. Statt sich beim Fangis auszupowern, lernen hyperaktive Kids von einem muskelbepackten Coach, was Disziplin und Fitness sind. Sie stählen den Körper für eine Zukunft, in der vor allem die Beweglichkeit des Kopfs gefragt sein wird, vielleicht noch der Fingerkuppen. «Akademie» nennt sich die Schwitzbude bescheiden. Statt «Zack-zack» heisst es da sicher «Mens sana in corpore sano.» Ohne kindisches Trallala. bk.

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