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Glosse

Salzkorn

Wohneigentum ist teuer. Die Schweizer sind ein Volk von Mietern.
Silvan Lüchinger

Das Einfamilienhaus mit blickdichter Thujahecke und Carport steht nach wie vor hoch im Kurs. Dennoch sind die Schweizer ein Volk von Mietern. Über 55 Prozent der Bevölkerung leben in einer Wohnung, die nicht ihnen gehört. Europaweit ist das ein Spitzenwert.

Wohneigentum ist in der Schweiz eben teuer. Manchenorts sogar phantastisch teuer. So zahlt man gemäss einer UBS-Studie in der Genfer Vorortgemeinde Cologny 35000 Franken. Pro Quadratmeter. Dichtauf folgen die Bergdörfer Gstaad und St. Moritz, während beste Lagen am Zürichsee und in der Zentralschweiz mit 20000 Franken schon fast bescheiden anmuten.

Es gibt durchaus auch Schweizer, die sich Residenzen in dieser Preisklasse leisten. Ein schöner Teil der Luxusliegenschaften gehört jedoch Ausländern. Es ist aber nicht etwa so, dass denen die Wohnkosten völlig egal sind. Im Gegenteil. Manche drücken sie so sehr, dass sie nur eine Pauschalsteuer zahlen können. S.L.

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