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Glosse

Salzkorn

Der 1.August soll als Nationalfeiertag abgeschafft werden.
Silvan Lüchinger

Bis 1993 war der 1. August in der Schweiz ein ganz normaler Tag. Erst am Abend, nach getaner Arbeit, versammelte sich das Volk auf Schul- und Kirchplätzen, lauschte dem Verlesen des Bundesbriefes und warf danach ein paar Schweizerkracher in die Menge. Erst eine Volksinitiative machte den Nationalfeiertag zum nationalen Feiertag. Zum einzigen, den wir kennen.

Jetzt soll es damit schon wieder vorbei sein. Die grüne Nationalrätin Aline Trede will den 1. August abschaffen und an seiner statt den 16. März zum Nationalfeiertag erheben. Den Tag, an dem 1971 das Frauenstimmrecht eingeführt wurde. 53 Jahre nach Deutschland, 52 Jahre nach Österreich, 27 Jahre nach Frankreich und 26 Jahre nach Italien. Erst damals, so Trede, sei die direkte Demokratie Wirklichkeit geworden.

Der 16. März wäre also kein Tag der Freude, sondern der Scham. Er soll die Schweizer jedes Jahr einmal daran erinnern, wie lange sie doch verstockte Machos waren. Und im Grunde immer noch sind. S.L

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