Glosse

Salzkorn

Wenn die Politik auf den Hund kommt...

Stefan Borkert
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Natürlich kann man ohne Hund leben, aber es ist sinnlos. Mit dieser Einstellung haben sich Schauspieler Heinz Rühmann und Loriot bei Hundehaltern unsterblich gemacht. Auch Politiker und Staatsführer sind oft auf den Hund gekommen. Experten meinen gar, dass Hunde Politiker menschlicher machen. In den USA ist mit jedem neuen Präsidenten zumeist ein «First Dog» ins Weisse Haus eingezogen. Und wenn es kein Hund war, dann ein anderes Tier, darunter Vögel, Ziegen, Kühe, Bären, Hamster, Hasen, ein Nilpferd, Katzen oder Fische.

Das ist unter Donald Trump anders. Erstmals seit 230 Jahren ist das Weisse Haus eine haustierfreie Zone. Und das obwohl die Wissenschaft, namentlich James H. Lebovic von der Universität Washington, feststellt hat: «Haustiere sind eine wichtige Macht.» Und: «Sie spiegeln die Persönlichkeit wider.» Auf die Frage welcher vierbeinige Liebling an Trumps Seite passen würde, überlegt der Professor lange und sagt dann: «Keiner».bor