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Glosse

Salzkorn

Notre-Dame-Brand: Immer noch wird in Frankreich über die spendablen Milliardäre diskutiert und gestritten.
Werner Wunderlich

Ein prächtiges Haus des Herrn ist abgebrannt: Notre-Dame. Ein immenser Schaden für die katholische Christenheit, aber auch für Kunst und Kultur des Abendlands. Doch jauchzet frohlocket: Schon haben Frankreichs diskrete Milliardäre und ihre Luxuskonzerne die Schadensregelung übernommen. Über eine Milliarde sei schon im noblen Spendentopf.

Das empört viele: Die Geldelite, die sonst über hohe Steuern schimpfte, die soziale Not tatenlos hinnähme, könnte nun für eine Brandruine gar nicht genug Geld loswerden? Nun, sie seien «bewegt», sagte ein Regierungssprecher. Ist daran etwas Unanständiges? Nein! Dann sind also jene nur neidisch, welche die Wahnsinnsspenden für eine sündhaft reiche Kirche angesichts sozialer Missstände im Land kritisieren? Nein!

Und stimmt es: Jesu Gleichnis vom Kamel, das eher durch ein Nadelöhr komme als ein Reicher ins Reich Gottes, inspirierte einen Edelschmuckhersteller? Zur Ehrennadel mit kamelgängigem Öhr für spendable Notabeln. Quatsch!W.W.

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