Salzkorn

Ottifanten oder Äpfel: Die Ampelmännchen bekommen Konkurrenz.

Stefan Borkert
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(Illustration: Corinne Bromundt)

(Illustration: Corinne Bromundt)

Ostern ist vorbei. Jetzt kommen die Ottifanten. Zumindest erhofft sich das die Stadt Emden. Sie liegt weit im Norden Deutschlands, notabene in Ostfriesland. Einer ihrer bekanntesten Söhne ist der Komiker Otto Waalkes. Seine Figur des Ottifanten sollte eigentlich längst die Ampelmännchen in den Lichtsignalen der Stadt ersetzen. Roter Ottifant mit hängendem Rüssel: Stopp. Grüner Ottifant mit aufgerichtetem Rüssel: Gehen. Aber die Stadtväter haben die Rechnung ohne den Amtsschimmel gemacht. Die deutsche Strassenverkehrsordnung kennt keinen Spass. Tierische Symbole sind bei Fussgängerampeln nämlich verboten. Ostfriesen sehen das natürlich anders, und so haben nun Juristen grünes Licht für eine tierisch ernste Auseinandersetzung.

In der Ostschweiz ist es dagegen an der Lichtsignalfront verdächtig still. Doch vielleicht wird in Think Tanks schon über rote und grüne Äpfel in Most­indien oder Ampeln mit fantasievollem Bratwurstsignet in St. Gallen nachgedacht.