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Glosse

Salzkorn

Die Mailänder Scala soll einen neuen Gross-Sponsor erhalten - nämlich Saudi-Arabien.
Gottlieb F. Höpli
(Illustration: Corinne Bromundt)

(Illustration: Corinne Bromundt)

Die Mailänder Scala ist in Italien etwa das, was für japanische Touristen bei uns das Matterhorn bedeutet: Wo Verdis heimliche Nationalhymne «Va pensiero» erstmals erklang, da muss man einfach mal gewesen sein.

Deshalb verursacht die Idee des Scala-Intendanten Pereira – der schon in Zürich mit spektakulären Sponsoring-Aktionen von sich reden machte – helle Aufregung: Saudi-Arabien soll Gross-Sponsor der Mailänder Opern-Weihestätte werden und dafür mit dem Einsitz des Kulturministers im Verwaltungsrat belohnt werden.

Aber vielleicht hat der schlaue Alexander Pereira ja einfach weitergedacht. Denn die Menschenrechtslage auf der Opernbühne ist ja, wie man weiss, oft prekär. Da wimmelt es von Gewalt, Gemetzel und Diskriminierung sonder Zahl.

Wer weiss, ob sich dagegen nicht bald einmal ein Shitstorm kultursensibler, politisch korrekter Zeitgenossen erhebt. Da wäre man dann vielleicht froh um eine Ausweich-Spielstätte in Riad oder Medina.

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