Glosse

Salzkorn

Am Weltwirtschaftsforum in Davos soll dieses Jahr die Kehrseite der Globalisierung zur Sprache kommen.

Gottlieb F. Höpli
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An einer jener Managerschmieden war’s, wo das künftige Spitzenpersonal der Marktwirtschaft für seine Aufgaben fitgemacht wird. Nämlich: Umsätze und Gewinne weiter zu steigern. Und wo, nur schon um der Reputation wegen, immer wieder mal dem Zeitgeist kritisch gehuldigt wird. Dort hielt ein Star-Referent den Veranstaltern einmal vor, sie lehrten angehende Manager erst, möglichst viele Autos zu verkaufen, und wenn diese ganz oben angelangt seien, würden ihnen die schlimmen Folgen ihres Tuns vor Augen geführt.

Warum uns das ans diesjährige Davoser Weltwirtschaftsforum erinnert? In Davos soll dieses Jahr die Kehrseite der Globalisierung zur Sprache kommen, erklärt WEF-Gründer Klaus Schwab: die Umweltschäden, die Abgehängten, die Perspektivlosen. Immerhin ein Jahr vor dem fünfzigsten Jubiläum des globalwirtschaftlichen Glanz-und-Gloria-Events.

Was dagegen einzuwenden ist? Nichts. Ausser, dass man auch etwas früher damit hätte anfangen können. G.F.H.