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Glosse

Salzkorn

Die umstrittene Werbung für die Gillette-Rasierklingen.
Gottlieb F. Höpli

Was tun, wenn man für ein Produkt wie Gillette-Rasier­klingen werben muss, die sich fast von selbst teuer verkaufen und kaum mehr verbessern lassen? Das Produkt, seit Jahrzehnten mit dem immer gleichen Slogan «Für das Beste im Mann» beworben, soll schliesslich im Gespräch bleiben.

Der amerikanische Zeitgeist von #MeToo weist dem ­Konzern Procter & Gamble den Weg: Frischrasierte Männer trennen prügelnde Buben, stellen sich mobbenden Jugendlichen (männlichen, what else?) und hinter Frauen herjohlenden Geschlechtsgenossen (unrasiert) in den Weg. Ob man damit mehr Rasierklingen verkauft, ist unwichtig. Hauptsache, man redet drüber.

Auch hierzulande will uns ja schon ein Bub mit treuherzigem Augenaufschlag ein Sprudel­gerät von Sodastream mit der Frage verkaufen, was wir denn für die Umwelt täten. Nun, wir schleppen nicht schwer und sprudeln nicht. Wir trinken vom Wasserhahn. Unter den wir gerne mal den Kopf eines Werbers halten würden. G. F. H.

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