Glosse
Salzkorn

Der frühere Chef des Uno-Umweltprogramms war fast täglich per Flugzeug unterwegs.

Gottlieb F. Höpli
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«Er erinnert an den Manager, der sich ins Taxi setzt und ruft: «Fahren Sie los!» Und auf die Frage des Fahrers, wohin es denn gehen soll, antwortet: «Egal, ich werde überall gebraucht.» So kommt er uns vor, der inzwischen abgetretene Chef des Uno-Umweltprogramms, der 529 seiner 668 Tage im Amt überall auf der Welt verbrachte, nur nicht in seinem Büro. Und nein, er war nicht mit dem Velo unterwegs, sondern per Flugzeug, und verbrauchte dafür eine knappe halbe Millionen Franken. Wobei er auf dem Weg von Nairobi nach Addis Abeba schon mal im heimischen Oslo einen privaten Zwischenstopp einlegte.

Bevor wir uns über den Spesensünder aufregen, sollten wir uns fragen, was denn im internationalen Konferenz-Tourismus als normal gilt. Es ist nämlich zu vermuten, dass der Jetset-Umweltschützer dafür belobigt wurde, dass er die Teilnehmerzahl an seinen Jahreskonferenzen von 1200 auf 2500 einfliegende Teilnehmer aus aller Welt steigern konnte. G.F.H.