Salzkorn

Unternehmen sind vermehrt daran interessiert, die emotionale Intelligenz des Personals zu messen.

Thorsten Fischer
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Online - Leben - Kolumnen - Salzkorn

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Tests gibt es für alles und jede Lebenslage. Ein paar Antworten angekreuzt, und schon erfährt man, wie es um das eigene Portemonnaie oder das Wohlbefinden bestellt ist. Und ob man vielleicht ein sanftmütiger Choleriker oder ein aufbrausender Lethargiker ist. Bei Firmen sind zum Ermitteln der emotionalen Intelligenz mittlerweile erste Fragebogen in Umlauf. Streng wissenschaftlich wird nicht der Intelligenzquotient IQ, sondern der EQ gemessen. Denn Personalchefs wollen wissen, ob sich eine Führungskraft auch einmal zurücknehmen kann, um eine verfahrene Situation zu entflechten und das Unternehmen voranzubringen.

Gewiefte Chefs könnten nun auf die Idee kommen, Leute mit hohem EQ durch fette Löhne anzulocken. Zweifellos finden sie so intelligente Leute: Kühle Rechner, die wie gewünscht auf der Klaviatur der Gefühle spielen und emotionale Intelligenz bloss als technisches Konstrukt verstehen. Ob die Beteiligten ihren Denkfehler erkennen, ist fraglich: Genau dafür bräuchte es ja emotionale Intelligenz.