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Glosse

Salzkorn

Zur Deutung des Generalstreiks in der Schweiz, der vor 100 Jahren, im November 1918, ausgerufen wurde.
Gottlieb F. Höpli

Im November 1918 rief ein Oltener Aktionskomitee den Generalstreik aus. Im Sommer war die Getreideernte überdurchschnittlich, das Rationierungssystem des Bundes war verbessert, im Oktober das Proporz-Wahlrecht angenommen worden. Stimmt womöglich etwas an der Schulbuch-These nicht, wonach die ­verzweifelte Lage der Arbeiter- schaft sich zwangsläufig im Landesstreik entladen musste?

50 Jahre lang hat das Standardwerk von Willi Gautschi diese Blickrichtung auf den Landesstreik bestimmt, nachdem zuvor die Armee als Retterin der Schweiz vor einer Revolution gefeiert wurde (manche sehen es bis heute so). Nun fängt eine neue Generation von Wirtschaftshistorikern an, das Mantra von 1968 zu hinter­fragen.

Auch wenn kein Meinungsumschwung bei jenen zu erwarten ist, welche die Deutungshoheit über unsere Vergangenheit für sich beanspruchen, darf man wieder einmal zitieren: Das Vergangene ist nicht tot, es ist nicht einmal vergangen. G. F. H.

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