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Glosse

Salzkorn

Unfallverhütung - wem soll man sich anvertrauen?
Werner Wunderlich

Unfallverhütung setzt neuerdings auf fabelhafte Analysemethoden. Auf der Autobahn A2, im Wald zwischen Hannover und Braunschweig, passieren serienweise Unfälle. Keine Massnahme hilft. Da boten die Elfenbeauftragte Rüter sowie eine Fachkraft für Tiergespräche der niedersächsischen Verkehrsbehörde ihren spirituellen Service an. Gemeinsam begab man sich zu neuralgischen Unfallstellen. Dort verspürten die feinfühligen Frauen «sehr traurige Energien». Aufgebrachte Elementarwesen reagierten so auf verkehrstechnische Eingriffe in ihren Lebensraum. Dafür entschuldigten sich die «Heilerinnen der Seele». Naturgeister und Waldfauna hätten das akzeptiert und sich von den gefährlichen Streckenabschnitten zurückgezogen. Diese hat die Elfenbeauftragte danach «energetisch versiegelt».

Und? Wurde der Verkehr dort sicherer? Nicht wirklich. Denn schon kurz darauf krachte es wieder, und es kam zu langen Staus. Vielleicht wäre es besser, sich auf der A2 einem Schutz­engel anzuvertrauen? W. W.

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