Glosse

Salzkorn

Ein Arbeitsmigrant, wenn auch ein besonderer, ist auch Christiano Ronaldo.

Gottlieb F. Höpli
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Migranten müssen oft lange schuften, bis sie ihre Reise abbezahlt haben. Auch jener, der anfangs Woche in Turin ankam, wird länger als ein Jahr arbeiten müssen, bis er seine Reise abbezahlt hat. Denn der Privatjet, dem er entstieg, kostet allein 31,7 Millionen Euro; das Jahresgehalt des Arbeitsmigranten Christiano Ronaldo beträgt aber nur 30 Millionen.

Der Hofstaat des portugiesischen Fussball-Beaus war, wie die Medien bemerkten, erstaunlich klein und hatte in einem Bus Platz. Der Begleittross war dafür umso beachtlicher: Sieben Jeeps der Firma Chrysler-Fiat. Man ist ja schliesslich in Turin.

Noch ungeklärt ist derweil der Flüchtlingsstatus des Angekommenen. CR7 floh ja auch vor einem Streit mit der spanischen Justiz um Steuerschulden in Millionenhöhe. In der Heimat der Fabbrica Italiana Auto­­- mobili Torino (FIAT) ist er wenigstens sicher, dass er nie zu Fuss wird zur Arbeit gehen müssen. Ihm würde gewiss mindestens ein Fiat 500 zur Verfügung gestellt. G.F.H.