Glosse
Salzkorn

Endlich bekannt: Warum Theaterstar Milo Rau den St.Galler Kulturpreis nicht bekommt.

Odilia Hiller
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Endlich kennen wir den Grund, weshalb Theaterstar Milo Rau den St.Galler Kulturpreis nicht bekommt. Es hat nichts damit zu tun, dass der St.Galler am Theaterfestival Avignon einmal mehr einen Triumph feiert («Ohne Zweifel der grösste Moment des Festivals», schreibt «Le Figaro» über die Aufführung von «La Reprise»).

Da hätte man Rau wieder vorwerfen können: Warum macht er das nicht in St.Gallen, auf einer Theaterbühne, die ein solcher Geheimtipp ist, dass fast keiner sie kennt?

Auch, dass der Regisseur sein «Genter Manifest» nicht «St.Galler Theatermodell» nennt, ist nicht der wahre Grund. Nein, Milo Rau hat die falschen Freunde. Wie sonst wäre zu erklären, dass auf Steve Bannons ultrarechtem US-Newsportal Breitbart.com ein Artikel namens «Milo Rau, der revolutionäre neue Theaterstar» erscheint?

Die Nähe zu solcherlei Förderern verdient keinen Kulturpreis! Auch wenn es den Text von Agence France-Presse über den Ticker dorthin gespült hat. Wenigstens gibt es jetzt ein Argument.

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