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Glosse

Salzkorn

Wie wäre es an heissen Arbeitstagen mit einem Unlust-Index?
Thorsten Fischer

Wetterprognosen strotzen bereits vor Statistiken, da kommt es auf eine mehr nicht an. Wie wäre es in diesen heissen Tagen mit dem Unlust-Index? Er soll vor Jahrzehnten in den USA entstanden sein. Später schaffte er es auch in die eine oder andere Wettersendung in Japan. Der Wert errechnet sich aus Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit. Liegt er um die 55, lassen sich private und berufliche Angelegenheiten in angenehmem Klima erledigen. Ab dem Wert 80 wird das Arbeiten in den schwülheissen Monaten zur Tortur.

Das ahnte man zwar schon immer. Doch zweifellos ist es besser, das Verschieben von Aufgaben mit einer wissenschaftlich exakten Zahl begründen zu können. Heikler wird es, wenn man trotz freundlichem Index überhaupt keine Lust zum Arbeiten verspürt. Da hilft es vielleicht, sich mit einem kühlen Getränk zurückzulehnen. Wirklich falsch läge man damit nicht. Denn angeblich wurde der Index dereinst kräftig von der Erfrischungs- und Getränkeindustrie gefördert. T.F.

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