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Salzkorn

Ein Platz, auf dem nie genug Platz ist: Darüber klagt das Initiativkomitee, welches per Abstimmung am 10. Juni durchsetzen will, dass der Zürcher Sechseläutenplatz künftig nur noch an 65 Tagen im Jahr zwecks Volksbelustigung vollgestellt werden darf. Festivals, Zirkus, Weihnachtsdorf, was auch immer: Von Neujahr bis Silvester ist was los; ach ja, das Sechseläuten auch. Statt freiem Blick auf Opernhaus und See, statt Weite und Luftigkeit findet man hier das übliche Gedränge und Geschiebe. Mal tarnt es sich als dörfliche Gemütlichkeit, mal macht es auf urban.

Den Initianten jedenfalls ist das Dauerwimmelbild ein Dorn im Auge, ein Inbegriff des Dichtestresses überall. Mag sein, dass auch ein Platz buchstäblich Platz beanspruchen sollte, damit er mehr ist als ein paar Quadratmeter Nutzfläche. So wie wir unterdessen, der deutsche Soziologe Hartmut Rosa schlägt es vor, in unsere übervolle Agenda von langer Hand «Nichts» schreiben müssen. Sonst wird es nichts mit der Atempause. bk.

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