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Salzkorn

Silber für das Schweizer Team an der Eishockey-WM: grossartig! Die Versuchung ist gross, einen solchen Erfolg national deuten zu wollen. Ihn beispielsweise als Symbol zu sehen, an dem sich der entschlossene Kleinstaat orientieren kann. Als Sieg nationaler Charaktermerkmale wie Disziplin, Präzision, Durchhaltewillen, Zuverlässigkeit. Oder umgekehrt, was die Sache nicht besser macht, als Überwindung des kleingeistig-devoten Schweizer Denkens.

Vor solchen Überhöhungen und Kurzschlüssen sollten wir geheilt sein. Spätestens seit Frankreich sein Fussballteam nach dem Gewinn des Weltmeistertitels 1998 als Inbegriff gelungener gesellschaftlicher Integration feierte. Das Land wurde bald darauf und immer wieder eines anderen belehrt. Das Zusammengehörigkeitsgefühl nach dem «Sommermärchen» verflüchtigte sich rasch.

Aus sportlichen Erfolgen Mythen zu fabrizieren, ist auch nicht nötig. Wir können uns auch ohne sie herzhaft freuen über die fantastischen Spiele unserer Eishockeyaner. U. B.

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