Salzkorn

Drucken
Teilen

Endlich sind die unseligen Feiertage vorbei mit ihren trostlos leeren Innenstädten und geschlossenen Laden­türen. War es nicht eine echte Herausforderung, das täglich Brot ausser am Karsamstag nur im Tankstellenshop frisch zu bekommen? Und dann der Ansturm beim Grossverteiler am einzigen Einkaufstag zwischen Jesu Tod und Auferstehung: mühsam.

Wir halten solche Zäsuren in unserer ewigen Geschäftigkeit kaum mehr aus. So lieb ist dem Konsumenten das Gefühl geworden, alles fast jederzeit verfügbar zu haben – und erst noch günstig. Eingefleischte Shoppingprofis wissen sich auch an Feiertagen längst zu helfen. Die Erlösung wartet ennet der Grenze, beim karfreitäglichen Remmidemmi in den Vorarl­berger Einkaufstempeln: ein Hochamt für Schnäppchenjäger.

Wie wohltuend war dagegen zur gleichen Zeit die Ruhe in den keineswegs verwaisten Kirchen. Oder, falls man sich schwertut mit dem Kreuz, an der frischen Luft, unter Gottes freiem Himmel.bk.