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Salzkorn

Gerade stand da noch eine Eiche auf der frühlingsgrünen Wiese. Wenig später erinnerte nur noch ein kläglicher gelber Fleck an die Inszenierung für die Medien und die Geschichtsbücher: Emmanuel Macron und Donald Trump, Staatsmänner in feinem Tuch und in Begleitung zweier First Ladies auf schwindel­erregend hohen Absätzen, pflanzen ein Bäumchen mit historischer Symbolkraft. Es stammte aus normannischen Wäldern, wo junge US-Soldaten zu Tausenden in den zwei Weltkriegen ihr Leben liessen. Mehrere hundert Jahre hätte es gedeihen sollen, dann aber war es plötzlich weg. So schnell, wie heute überall ganze ­Urwälder, alte Parkanlagen und verwunschene Gärten Grossbaustellen weichen.

Ebenso schnell wird die modernisierte Landschaft anschliessend neu begrünt: mit Fertigbäumen, die «farblich zur Lärmschutzwand passen», wie an der A1 zwischen Rheineck und St. Margrethen, die derzeit saniert wird. Historisch gewachsen? Die Instantkultur hat es nicht so mit Jahresringen. bk.

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