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Kolumne

Salzkorn

D. W.
Illustration: Tom Werner

Illustration: Tom Werner

In einem Monat sind alle Augen auf Russland gerichtet. Nicht wegen Präsident Putin. Männer in kurzen Hosen sind der Grund. 32 Fussballmannschaften spielen um den Weltmeistertitel. Sollten die Deutschen ihn verteidigen, schlössen sie zu Brasilien auf, dem ach so stolzen Pentacampeão, den sie 2014 mit 7:1 traumatisierten.

Die Fussball-WM 2018 wird ein Spektakel. Die Kicker mit ihren kunstvollen Frisuren und grossflächigen Tattoos setzen Trends, die über die Cornerfahne hinausreichen und bis 2022 hinhalten. Schade nur, sind die Italiener nicht dabei. Eine Squadra vom Stiefel, elf Mann mit Hipster-Bart und Undercut, sie wären kollektiv ein Hingucker.

Wären. Mit oder ohne Titelverteidigung: Den Trend in Russland setzt ein Deutscher. Thomas Müller. Er weiss: Haar statt Frisur ist hip, Haut statt Tinte ist cool. Zurück zur Natürlichkeit! Müller fällt auf durch Einsatz, Tore, Fairness – und unaufgeregte Interviews. Nicht nur im Triumph, auch in der Niederlage. Müller ist ein Vorbild für den Nachwuchs. Weil Müller Müller ist.

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