Salzkorn
#JerusalemaDanceChallenge: Wer will noch? Wer hat noch nicht?

Wir hätten da eine Idee, wer sein Image sonst noch mit einem gefreuten Tanzvideo aufpolieren könnte.

Odilia Hiller
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Illustration: Corinne Bromundt

Sie ist in aller Munde, die #JerusalemaDanceChallenge. Wer als Institution zurzeit ein ramponiertes Image zu glätten hat, drapiert seine Mitarbeitenden in einem anmächeligen Tanzvideo zum Disco-House-Hit des südafrikanischen Musikproduzenten Master KG. Klicks garantiert, schliesslich müssen ein paar virtuelle Freudeli fürs Publikum zur Gratisaufheiterung im tristen Pandemiealltag einfach sein.

Nun tanzt auch Wengen, der covid-19-geschüttelte Schweizer Skiort. Zur auf Zulu gesungenen Zeile «Jerusalem ist meine Heimat» hüpfen die Wengener Tourismusangestellten gegen den Ruf als Coronahotspot an.

Als Nächstes erwarten wir solches von der HSG. Frei nach dem Motto: Ist der Ruf erst ruiniert, hopst es sich ganz ungeniert.

Das würde dem Raiffeisen-Ex-Verwaltungsratspräsidenten und Uniprofessor Johannes Rüegg-Stürm vielleicht noch etwas länger ersparen, zu erklären, warum er die Puffbesuche seines CEO absegnete. Die paar Fränkli Urheberrechtsstrafe an Warner Music, die allen Jerusalema-Hopsern blühen, gehen auf Spesen.