Salzkorn
Die Schweiz im Ranking der Pressefreiheit: Fast so gut wie Jamaika

Das Ranking der «Reporter ohne Grenzen» zur Pressefreiheit ist da. Die Schweiz ist ein bisschen abgerutscht. Warum wohl?

Odilia Hiller
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Illustration: Corinne Bromundt

Jährlich veröffentlichen die «Reporter ohne Grenzen» einen Index zur Pressefreiheit in 180 Ländern. Gestern wurde bekannt: Die Schweiz hat innert zwei Jahren vier Plätze verloren. Sie ist von Platz 6 auf Platz 10 abgerutscht.

Das ist zwar besser als die Lage in den Nachbarländern und fast so gut wie jene in Jamaika (wirklich, Jamaika ist da super, sagt das Ranking). Aber es ist dennoch ein kleines Debakel. Bedeutet es doch, dass Journalistinnen und Journalisten mehr an ihrer Arbeit gehindert werden als auch schon.

Warum man Fakten Fakten nennt

Liegt es vielleicht daran, dass Berufsangehörige zunehmend damit beschäftigt sind, zu erklären, dass man Fakten Fakten nennt, weil sie nach Gesetzen der Objektivität überprüfbar sind? Dass zwischen Youtube-Videos selbst ernannter Experten und seriöser journalistischer Recherche ein Unterschied besteht? Oder, dass das wirtschaftliche Messer am Hals der Medien die Ausübung der Pressefreiheit nicht gerade, äh, leichter macht? Immerhin landen bei uns erst recht wenige im Gefängnis, wenn sie so etwas fragen.