Salzkorn
Alles wird billiger. Vor allem, wenn man es nicht kaufen kann.

Die Teuerung in der Schweiz ist im vergangenen Jahr um 0,7 Prozent zurückgegangen. Nur gemerkt hat es kaum einer.

Pascal Hollenstein
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Kennen Sie den? In Neuenburg gibt es in den Läden keine Erbsen mehr zu kaufen. Warum? Weil sich an den Kassen immer lange Schlangen gebildet haben. Die Bediensteten des Bundesamts für Statistik (BfS) wollten jede Packung des Gemüses durchzählen.

Gut, jetzt ernsthaft. Das BfS hat herausgefunden, dass die Konsumentinnen und Konsumenten im vergangenen Jahr für ihre durchschnittlichen Einkäufe 0,7 Prozent weniger ausgeben mussten. Das liege vor allem an den niedrigeren Preisen für Pauschalreisen und den günstigen Flugtickets. Dass wegen Corona kaum einer eine Pauschalreise oder ein Flugticket buchen konnte, ist in der Rechnung allerdings nicht berücksichtigt. Will heissen: Die Einsparung ist virtuell. Real ist sie nur insofern, als wir auf den Ferienspass ganz verzichten müssen.

Für 2021 legt das BfS nun noch eine Scheibe Humor nach. Im Landesindex der Konsumentenpreise werden neu auch Eintritte in Museen und Zoos berücksichtigt. Die sind allerdings zu. Wie viele virtuelle Erbsen wir wohl 2021 sparen werden?