Glosse

«Salzkorn»: Alles über Artgenossen, die bei fünf Grad Celsius panisch sämtliche Fenster aufreissen

Wie wir einen Winter lang die Pampas beheizen.

Odilia Hiller
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Illustration: Corinne Bromundt

In diesem Winter wird man nur einmal frieren: immer. Jetzt wird nämlich gelüftet. Dauernd, quer, längs und meist ohne Sinn und Verstand. An einem Basler Gymnasium hat der Rektor deshalb kurzerhand 600 Armeedecken organisiert. «Nun kann ich mich wieder besser konzentrieren», gibt ein bibbernder Schüler zu Protokoll.

Am Fall des neuen Coronahobbys «Fenster aufreissen» zeigt sich, wie wurst uns diese Greta und ihr Klimawandel plötzlich sind.

Jetzt gilt es Aerosole abzuwehren!

Diese sprinten vermeintlich wie Geistereichhörnchen durch die Luft, gell, und fallen uns von hinten, oben und unten jederzeit heimtückisch an. Was schert einen da, wenn mit den offenen Fenstern zurzeit flächendeckend die Pampas mitbeheizt werden.

Artgenossen, die also meinen, diesen Winter könne man nur mit sperrangelweit offenen Fenstern überleben, sei gesagt: Das ist Unsinn. Stosslüften in Pausen ist sinnvoll, jeweils fünf bis acht Minuten sind genug. Auch wenn wir ihm sehr viel Böses zutrauen: Dieses Virus hat weder Beine noch Flügel.