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Glosse

Milch macht’s möglich

Scharfgezeichnet: Was, wenn es möglich wäre, auch kleine Menschen durch Aufzucht mit passender Milch positiv zu beeinflussen?
Kaspar Enz
Kann Milch helfen, den Wildhauser Bergbahnenstreit zu beizulegen? (Bild: Michel Canonica)

Kann Milch helfen, den Wildhauser Bergbahnenstreit zu beizulegen? (Bild: Michel Canonica)

Dies ist ein Artikel der «Ostschweiz am Sonntag». Die ganze Ausgabe finden Sie hier.

Vielversprechende Experimente finden derzeit im Appenzellerland statt. Dort füttert ein Landwirt seine Kälber mit der Milch seiner 50 Ziegen. Das Fleisch werde damit besonders zart. Er hat es selber probiert – und schwärmt. Die Wissenschaft beobachtet die Vorgänge mit Argusaugen. Was, wenn es möglich wäre, auch kleine Menschen durch Aufzucht mit passender Milch positiv zu beeinflussen?

Erziehungswissenschafter träumen vom Faultiermilchschoppen: Er soll hyperaktive Störenfriede im Klassenzimmer schon im Babyalter beruhigen. In Ostdeutschland experimentiert man mit Katzenmilch. Wie man die eigenwilligen Viecher melkt, bleibt eine Knacknuss. Doch wer mit der Individualistenmilch aufgezogen wurde, läuft später weniger gern einem rechten Mob nach, hofft man. Im Toggenburg sucht man noch gesellige, harmoniebedürftige Tiere mit schmackhafter Milch: So könnte in rund 25 Jahren der Bergbahnenstreit doch noch beigelegt werden.

Zurück zu den Kühen: Die stossen tonnenweise CO2 aus und verschandeln mit Kuhfladen die Landschaft. Trotzdem landet ihre Milch in Millionen von Schoppen weltweit. Ist am Ende die Kuhmilch schuld an Umweltverschmutzung und Klimawandel? Umweltschützer suchen nun auch Alternativen. Keine leichte Aufgabe: Das Tier sollte möglichst langweilig sein, ja eigenschaftslos – nicht auszudenken, welches sonst die Nebenwirkungen wären!

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