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Kommentar

Impfen ist solidarisch

Die Masern breitet sich wieder aus - anstatt ausgerottet zu sein. Wer sich nicht impft, gefährdet nicht nur sich, sondern auch andere.
Kari Kälin
Kari Kälin.

Kari Kälin.

Schnupfen, Husten, Fieber, rote Flecken am ganzen Körper: Masern, eine hoch ansteckende Krankheit, sind global auf dem Vormarsch. Das UNO-Kinderhilfswerk Unicef warnte kürzlich vor der Verharmlosung der Krankheit, an der weltweit pro Jahr 158000 Personen an Komplikationen wie Lungen- oder Hirnentzündung sterben.

Aktuell breiten sich die Masern auch in der Schweiz aus. Allein im Kanton Bern wurden seit Anfang Jahr 37 Personen vom Virus angesteckt. Davon mussten sich sechs Erwachsene und zwei Kinder in Spitalpflege begeben. Rund 50 ungeimpfte Schüler dürfen den Unterricht nicht besuchen, damit sich die Krankheit nicht noch mehr ausbreitet.

Die Impfrate ist in der Schweiz in den letzten Jahren zwar gestiegen, auch dank Anstrengungen der Behörden. Doch sie ist immer noch zu tief, um die Masern auszurotten – ein Ziel welches der Bund schon vor vier Jahren erreichen wollte.

Einen Impfzwang sieht das Gesetz nicht vor. In einem aktuellen Streitfall zwischen Eltern hat deshalb ein Gericht entschieden, dass Kinder im Zweifelsfalle nicht gemäss den Empfehlungen des Bundes geimpft werden müssen. Juristisch mag das Urteil korrekt sein. Aus medizinischer Sicht sendet es ein falsches Signal aus. Masern sind keine harmlose Krankheit. Nach Impfungen sind Komplikationen viel, viel seltener. Nicht-Impfen ist unsolidarisch. Gefährdet wird nicht nur das Wohl der eigenen Kinder, sondern auch jenes der Mitmenschen. Wenn Schweizer Impfgegner auf Reisen die Masern in ein Land mit einem weniger guten Gesundheitssystem exportieren, ist der Schlamassel perfekt.

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