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Intermezzo: Im Bus mit Sisyphos

Billettautomaten tun sich schwer mit dem Münz. So wird das Busfahren
zum Chrampf - oder zum Emil-Sketch.
Philipp Bürkler

Die Szene könnte aus einem Emil-Sketch sein. Und alle würden sich darüber krummlachen. Ein Mann versucht in einem Bus ein Ticket zu lösen, wirft eine Münze in den Automaten, die aber immer wieder ins Ausgabefach fällt. Klimper, klimper. Nun reibt er die Münze am Automaten. Vergebens. Dieser Trick ist übrigens sowieso ein verbreiteter Aberglaube. Klimper, klimper. Ok, eine andere Münze. Vergebens. Klimper, klimper. Nochmals mit einer anderen. Immer noch nichts. Klimper, klimper. So geht es nun zehn Minten weiter, am Ende verpasst der Mann seine Haltestelle.

In den Bussen der Stadt St. Gallen ist diese Szene Realität, täglich, wohl tausendfach. Auch ohne Emil als Fahrgast. Mir selber ist es schon x-mal passiert. Immer wieder beobachte ich auch andere Fahrgäste, wie sie sich abmühen und verlegen werden. Was sollen sie nun tun? Es weiter versuchen, jemand nach Kleingeld fragen, oder es einfach bleiben lassen?

Billettlösen wird zur Sisyphusarbeit , einem täglichen Chrampf. So wie der Stein, der kurz vor dem Berggipfel immer wieder hinunterrollt. Ähm!? Sind die Automaten gar bewusst manipuliert, um die Leute zur Benutzung der App zu bewegen. Oder der Versuch, eine bargeldlose Gesellschaft herbeizuführen? Ok, zugegeben, das ist jetzt schon im Bereich einer Verschwörungstheorie. Aber sehen Sie, zu welch Fantasien mich dieser Billettwahnsinn treibt?

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