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Heisse Unterwelt

Postkarte aus den Pyrenäen
Melissa Müller
Wer sich unter der Brücke umschaut, erlebt sein blaues Wunder.

Wer sich unter der Brücke umschaut, erlebt sein blaues Wunder.

Über steile Kurven erreichen wir Rennes-les-Bains. Der kleine Badekurort in den Pyrenäen hat schon bessere Zeiten gesehen, der Verputz bröckelt von den Fassaden. Ein junger Mann spricht uns an. «Unter der Brücke könnt ihr in der Quelle baden, es lohnt sich», sagt er. Wie bitte? Da tröpfelt ja nur ein Rinnsal in eine versiffte Wanne. Im Fluss planschen jedoch zwei Hippie-Frauen. Sie winken uns lachend zu: «Kommt her, hier ist es warm!» Tatsächlich befindet sich da eine kleine unterirdische Grotte. Wir kriechen hinein, strecken die Glieder. Ui, ist das heiss! Fast 40 Grad, herrlich entspannend. Im dunklen Nass fühlt man sich geborgen wie ein Embryo im Mutterleib. Nach dem Wellness-Erlebnis picknicken wir im Wald auf einem Flussstein. Baguette, Käse, Aprikosen. Blaue Libellen schwirren über dem gurgelnden Wasser. Zwei Französinnen meditieren oben ohne auf regenbogenbunten Tüchern. In den Pyrenäen sprudeln nicht nur heisse Quellen – auch eine bunte Szene von Aussteigern hat sich in den mediterranen Bergtälern niedergelassen.

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