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Grenzwertige Streitigkeiten – und deren steinzeitliche Lösung

Wieder machen Provokationen mit Grenzziehungen in Europa die Runde. Damit soll nun endgültig Schluss sein.

Wer erinnert sich noch an die absurden Szenen im Oktober 2014, welche in Belgrad zum Abbruch des EM-Qualifikationsspieles Serbien gegen Albanien führte? Aus dem Nichts erschien eine Drohne inklusive angehängter Flagge. Sie zeigte die Umrisse Albaniens inklusive Kosovo. Das Blut brodelte, es folgten Tätlichkeiten, Spielabbruch und viele verwirrte Personen in Westeuropa, die zunächst versuchten den Sinn im Ganzen zu sehen und aufgrund der historischen Fülle an Fakten verständlicherweise aufgegeben haben. Es war die so genannte «Schande von Belgrad» (führt eigentlich jemand Buch über die zahlreichen «Schanden von ...», die seltsamerweise ihren Ursprung immer in Fussballstadien haben?).

Niemand hätte es damals ahnen können, aber diese Art der grenzwertigen Grenzziehungen à la Balkan scheint zum Export-Artikel zu werden. Unlängst feierte man in Ungarn den Tag der nationalen Einheit. So weit, so unverfänglich. Problematisch gestaltete sich einzig die Illustration zum Anlass: Hände, welche dem ehemaligen Grossungarn zwei Drittel des Gebiets abrupfen. Ein Symbol für die Gebietsaufteilung nach dem Ersten Weltkrieg, bei der Ungarns Nachbarländer im Rahmen des Vertrags von Trianon Gebiete zugesprochen bekommen und seitdem innehaben. Einige Tage zuvor hatte auf dem Kurznachrichtendienst Twitter ein italienischer Lokalpolitiker aus Triest eigenwillige Umrisse Italiens veröffentlicht, welche praktisch die gesamte kroatische Küste umfassten (auch beim Tessin glänzt die Grenzziehung eher mit – nennen wir es Kreativität).

Als geneigter Zeitungsleser fragt man sich nun, ob die betroffenen Hobby-Geografen in Ungarn und Italien sich das Ganze gut überlegt haben. Vor allem was Migrations-Probleme betrifft. Denn mehr Küste bedeutet mehr Landungsmöglichkeiten für Flüchtlinge, und mehr Landgrenzen machen Grenzzäune deutlich teurer.

Das Ganze ist aus dem Ruder gelaufen. Deshalb ganz klar: Schluss jetzt! Schwestern und Brüder: Der durch das Ende der Eiszeit profitierende, schmähliche Homo Sapiens ist uns Neandertalern mit seiner ach so tollen Anpassungsfähigkeit und Überlebenskunst genug auf der Nase herumgetanzt. Sie sind intern zerstritten und die Zeit ist reif, dass wir endlich zurückschlagen, wieder zu unserer alten Grösse (von etwa 1.60 Meter) finden und den unter sich streitenden modernen Menschen wieder zeigen, wer zuerst hier war. Und über unsere angestammten Lande wird einmal mehr unsere stolze Hymne erschallen: «UGHA BUGA UGHA HAAA!»

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