Kommentar

Geduldsprobe für das ganze Quartier

Frühestens ab dem Schuljahr 2025/2026 wird das neue Schulhaus im Riethüsli bezugsbereit sein. Bis dahin müssen Eltern mit einer Übergangslösung leben, was die ausserfamiliäre Betreuung ihrer Kinder angeht – eine schier unendliche Geschichte.

Daniel Wirth
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Daniel Wirth, Leiter Stadtredaktion.

Daniel Wirth, Leiter Stadtredaktion.

Bild: Ralph Ribi

Es ist eine schier unendliche Geschichte: Aus finanziellen Gründen nahm der Stadtrat den Schulhausneubau 2013 aus der Investitionsplanung und legte ihn fünf Jahre auf Eis. Bereits 2008 hatte das Stadtparlament eine Vorlage zur Sanierung des bestehenden Schulhauses versenkt.

Der Bau des neuen Schulhauses ist für das ganze Quartier eine Geduldsprobe. Für die ausserfamiliäre Betreuung der Kinder bietet die Direktion Bildung und Freizeit dem Quartier jetzt eine Lösung an, die freilich nicht nur Begeisterung auslöst. Weil sie nicht ideal ist. Allerdings: Unter den gegebenen Umständen ist das Angebot der Stadt ein adäquates für das Riethüsli. Eines, das unter dem Strich selbst ein paar Verbesserungen bringt: Es gibt mehr Plätze, das Betreuungsangebot wird ausgeweitet und etwas günstiger. Der Wermutstropfen: Die Riethüsli-Kinder müssen an die Oberstrasse.

Das ist nicht vor der Haustüre, aber auch nicht ab der Welt. Für den Transport der Kinder vom Riethüsli hinab zum Hort an der Oberstrasse und wieder zurück organisiert die Direktion Bildung und Freizeit einen Bus. Die Fahrt dauert wenige Minuten und ist für die Kinder zumutbar. Mit dieser Übergangslösung löst Stadtrat Markus Buschor sein Versprechen ein, wonach die Stadt in die Bresche springe, sobald der heute privat organisierte Hort aufgeben müsse. Diese Übergangslösung verdient eine Chance. Und sie bietet die Chance, bei Bedarf regelmässig angepasst zu werden.