Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Faules Gärtnern

Die Gartensaison ist definitiv eröffnet. Doch wie viel soll man als Gärtner machen, wie viel besser sein lassen? "Lazy Gardening" rettet aus dem Zwiespalt: die eigenen Kräfte schonen und der Natur gleichzeitig Gutes tun.
Urs Bader

Irgendwann will man dann einfach an die Arbeit. Sonst gibt es nichts. Wer nicht sät und pflanzt, der erntet nichts. Auch wenn es dazu anders lautende biblische Erkenntnisse gibt, die hier aber nicht in Zweifel gezogen werden sollen. Also kommen jetzt Salate, Kohlrabi, Fenchel in die Beete, die schon seit längerem bereitliegen. Weiteres folgt, wenn nicht mehr mit Spätfrösten zu rechnen ist.

Aber der Zwiespalt bleibt das ganze Gartenjahr über. Wie viel gärtnerischer Aktivismus soll es sein, wie viel Genuss, wie viel Kontemplation im Garten darf es sein? Auf wie viel Ordnung will man bestehen, wie viel Verwilderung soll man zulassen? Dieser Gegensatz hat die Gartengeschichte geprägt. Der abgezirkelte französische Barockgarten steht für das eine, der englische Park für das andere. Das Thema hat angesichts schwindender Artenvielfalt einen neuen Dreh erhalten. Gärten sollen zu Refugien werden für allerlei Klein- und Kleinstgetier.

«Lazy Gardening», faules Gärtnern, scheint die rettende Formel zu sein. Diese Haltung schont die eigenen Kräfte und tut gleichzeitig der Umwelt Gutes. Ich kann mich um mein Gemüse kümmern – kulinarische Genüsse winken –, darf aber gewisse Ecken im Garten verwildern lassen, ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen. Im Gegenteil.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.