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Kolumne

Wie beim Fussball: Ein Trainer soll die St.Galler Gassen wiederbeleben

Scharfgezeichnet
Kaspar Enz
Gegen das Ladensterben in der Altstadt ergreift St.Gallen nun Massnahmen. (Bild: Ralph Ribi)

Gegen das Ladensterben in der Altstadt ergreift St.Gallen nun Massnahmen. (Bild: Ralph Ribi)

Dies ist ein Artikel der «Ostschweiz am Sonntag». Die ganze Ausgabe lesen Sie hier.

Das Lädelisterben ist vorbei, längst sind auch grössere Läden gefährdet. Das merkt man unterdessen auch in den Einkaufsmeilen grösserer Städte. Woran es liegt, darüber streiten sich Lädeler, Politiker, Marketingfachleute und Stadtplaner: Der Internethandel, der Einkaufstourismus, der Mangel an Parkplätzen oder die hohen Ladenmieten müssen vielerorts als Schuldige herhalten.

Auch in St.Gallen. Aber immerhin, in der Gallusstadt will man etwas tun gegen das Ladensterben: Ein City-Manager, hofft man, soll Leben zurück in die Buden bringen, die Stadt soll unter ihm wie ein Einkaufszentrum gemanagt werden. Das Ziel ist klar: Die Shopper sollen wieder durch Multer- und Spisergasse, über Markt- und Gallusplatz schlendern, einkaufen und einkehren. Wie das zu schaffen ist, und was einer können muss, der das hinbekommt, ist hingegen noch unklar.

Ein Jobprofil, das stark an den Fussballtrainer erinnert. Auch er muss das Unmögliche schaffen: Dafür sorgen, dass die Spieler auf dem Platz zusammenspielen statt einschlafen, dass die Zuschauer ihnen begeistert zujubeln, dass die Clubbesitzer möglichst günstige Spieler einkaufen und teure verkaufen können. Und daraus soll dann wenn möglich auch noch ein Meistertitel oder sonst ein Pokal resultieren. Das kann kein Mensch alleine leisten. Das zeigt jede Saison aufs neue die lange Liste der entlassenen Trainer.

Kann also durchaus sein, dass es dem City-Manager nicht gelingt, Lädeler und Wirte, Politiker und Hausbesitzer an einen Tisch zu bringen und Kunden davon zu überzeugen, Amazon und Konstanz zu vergessen. So blieben die Läden leer und die «Zu Vermieten»-Schilder hängen. Aber dank dem City-Manager weiss man dann, wer schuld ist. Marcel Koller, übernehmen Sie!

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