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Glosse

Ein Thurgauer Bauer vernichtet Tomaten - dabei gäbe es kreativere Lösungen

Scharfgezeichnet
Marlen Hämmerli
Durch das schöne und warme Wetter wuchsen mehr Tomaten als Konsumenten kaufen. (Bild: Reto Martin, Salmsach, 19. Juli 2018)

Durch das schöne und warme Wetter wuchsen mehr Tomaten als Konsumenten kaufen. (Bild: Reto Martin, Salmsach, 19. Juli 2018)

Dies ist ein Artikel der «Ostschweiz am Sonntag». Die ganze Ausgabe lesen Sie hier.

Derzeit haben es Ostschweizer besonders schwer. Alle sitzen auf dem Trockenen, einige zusätzlich auf Bergen von Tomaten. Weil das Wetter zu gut war, wuchsen zu viele Liebesäpfel. Der Markt ist satt, die Esser fliegen den Bauern in die Ferien davon. Den roten Früchten droht deshalb nun die Biogasanlage. Dabei gäbe es viel kreativere Verwendungsmöglichkeiten.

Um Trinkwasser zu sparen, könnten Freibadbetreiber die Schwimmbecken mit Tomatensaft füllen und das – analog den Molkenbädern – als neuste (nachhaltige!) Wellnesskur anpreisen. Wasserwerke könnten auf Tomatensmoothies umstellen, Feuerwehren die Tanks ihrer Löschfahrzeuge mit Saft füllen.

Das gesparte Wasser käme den Gemüsebauern zugute. Denn frisch gepflanzte Salate, Sellerie, Fenchel und Rüebli drohen auf dem Feld zu vertrocknen. Nach der Tomatenflut käme die Gemüsearmut, womit auch die Konsumenten auf dem Trockenen sässen.

Wer gerne zurückdenkt an die Zeit des Bauernkriegs im 16. Jahrhundert, könnte die ­Tomaten an Raiffeisenkunden verteilen und zum Sturm auf den St. Galler Hauptsitz rufen. Oder an Altstätterinnen und Altstätter, die um ihr Spital bangen und der St.Galler Regierung zürnen. Oder an FCSG-Fans, damit diese je nach Spielverlauf die gegnerischen Spieler oder die eigenen mit Tomaten bewerfen können.

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