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Kolumne

Der peinliche Brautvater

Paparazza
Katja Fischer De Santi

Heiratet die eigene Tochter einen Prinzen, kann das einen bürgerlichen Vater schon mal fertigmachen.Thomas Markle haben allein schon die Hochzeitsvorbereitungen seiner Tochter Meghan schwer zugesetzt. Der Kameramann, der bis anhin eine bescheidene Existenz in Mexiko lebte, ist komplett überfordert. Wer mag es ihm verdenken. Plötzlich interessiert es die Welt, wenn ein 73-jähriger Mann unappetitlich Fastfood isst. Oder im verfleckten, zu eng geschnittenen T-Shirt aus dem Auto steigt.

Thomas Markle ärgerte sich derart über solch unvorteilhafte Paparazzi-Bilder, dass er auf Vergeltung sann und gestellte «Schnappschüsse» von sich anfertigen liess, etwa beim Joggen oder beim Massnehmen in der Schneiderei. Die Sache flog natürlich auf. Im britischen Königshaus war man «not amused». Zumal Meghans Familie mit zwei boshaften, nichtgeladenen Stiefgeschwistern noch einiges an Skandalpotenzial birgt. Ihr Vater nimmt sich nun aus der Sache raus. Er wird nicht zur Hochzeit kommen. Ihm wächst der Druck und die Scham über den Kopf. Und für seine Meghan stehen ja genug blaublütige Männer bereit, um sie zum Altar zu führen, die mit Weltöffentlichkeit und Paparazzi umgehen können.

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