Kolumne

Apropos: warum gerade der Trumpf-Buur?

Christoph Bopp
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Redaktor Christoph Bopp.

Redaktor Christoph Bopp.

CH Media

Eine der wichtigsten Fragen nach derjenigen, ob das Sein wirklich unteilbar oder sonst was ist, scheint mir die Frage, warum ausgerechnet der Bauer beim Trumpfjass die stärkste Figur ist. Die richtige Antwort kenne ich allerdings ebenso wenig wie die historischen Gründe dafür.

Die grösste Schwäche meines Vorschlags ist, dass er eigentlich nur richtig funktioniert, wenn mit französischen Karten gejasst wird. Im deutschen Spiel folgt ja der Under dem Banner, das ist weniger spektakulär.

Ich habs mir so zurechtgelegt: Dass König und Dame oben stehen und ganz zuoberst irgendetwas Abstraktes – das Ass –, ist wenig überraschend, wenn man sich klarmacht, dass das Jassen wahrscheinlich zu Zeiten des absolutistischen Feudalismus erfunden wurde.

«Trumpf machen» – das heisst, eine sonst gewöhnliche Farbe über ihr Niveau emporzuheben. Der Bauer steht natürlich für Revolution. Er verkörpert die Angst des Adels vor dem Umsturz. Aber das Näll?