Kokosnüsse, so weit das Auge reicht

Schon seit langem habe ich mit meinem Freund eine dreiwöchige Reise durch Thailand geplant. Letzten Sommer war es dann endlich so weit. Nur das Nötigste haben wir in unsere Rucksäcke gepackt und in Zürich das Flugzeug bestiegen.

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Rebecca Frei (24) Serviceangestellte aus Gossau (Bild: Eric Studer)

Rebecca Frei (24) Serviceangestellte aus Gossau (Bild: Eric Studer)

Schon seit langem habe ich mit meinem Freund eine dreiwöchige Reise durch Thailand geplant. Letzten Sommer war es dann endlich so weit. Nur das Nötigste haben wir in unsere Rucksäcke gepackt und in Zürich das Flugzeug bestiegen. Eigentlich wäre der Flug interessant genug gewesen, da es mein erster überhaupt war. Doch dieser Aufregung nicht genug: Unser Gepäck ist nicht mit uns nach Thailand geflogen, sondern irgendwo im Nirgendwo gelandet. So haben wir unsere ersten Ferientage mit weniger als dem Nötigsten verbracht und auf unsere Rucksäcke gewartet. Doch nicht nur die Reise, sondern vor allem war es der Trip, der mich geprägt hat. Die fremde Kultur und die vielen Menschen, die wir auf unserer Rucksackreise trafen, waren sehr eindrücklich. Denn was viele nicht wissen: Thailand bietet viel mehr als die traumhaften Strände am türkisfarbenen Meer, die man in Reisekatalogen sieht. Wer Land und Leute richtig kennenlernen will, muss weg von der Küste und ins Innere reisen. Hier gibt es zwar keine Strände, dafür aber viel Kultur, schöne Umgebungen und interessante Menschen: so auch der Junge auf meinem Lieblingsfoto. Ob er alle diese Kokosnüsse alleine geschält hat, haben wir leider nicht erfahren. Das ist jedoch gut möglich, denn die Menschen in Thailand verrichten viel Arbeit und erhalten dafür vergleichsweise wenig Geld. Und scheinen trotzdem irgendwie glücklicher zu sein. Ob das wiederum an den schönen Stränden liegt? Ich glaube nicht, denn dieses Land wäre auch ohne Sandstrände einfach faszinierend und immer wieder eine Reise wert.

Notiert: Jessica Künzle