Jetzt wo die Restaurants zu sind: Mit diesen 4 Rezepten lässt sich genüsslich Picknicken
Rezept

Jetzt wo die Restaurants zu sind: Mit diesen 4 Rezepten lässt sich genüsslich Picknicken

Bilder: Getty Images

Für das perfekte Picknick braucht es mehr als ein paar Sandwiches: Nützliche Tipps für weniger Krümel und mehr Gaumenfreude.

Katja Fischer De Santi
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Gut, das Wetter war schon mal besser in den letzten Wochen, und Freunde einladen geht immer noch nicht – aber die Idee, hingefläzt auf einer Decke, leckere Kleinigkeiten zu verspeisen, bleibt aktuell. Restaurants bleiben bis zum 11. Mai geschlossen, Grillpartys sind untersagt, aber mit den Isolations-Liebsten ein Picknick zu machen, liegt drin. Mit etwas Vorbereitung wird daraus ein echtes Erlebnis. Ohne labberig durchweichte Sandwiches, Ameisen auf krümeligem Kuchen und klebrige Hände.

Das Wetter: Es muss für ein Picknick nicht besonders heiss sein, der Frühling ist dafür die beste Jahreszeit. Nur regnen darf es auf keinen Fall, also vorher den Wetterbericht konsultieren.

Das Plätzchen: Am Wasser liegt es sich schön, aber bei Sonnenschein sind die Uferpromenaden meistens voll. Besser einen versteckten Waldrand ansteuern und seine Decke nicht entlang der Spaziergängerrouten im Kanton auslegen. Ganz wichtig: Nicht in hohe Wiesen trampeln, nicht in Kuhweiden picknicken und schon gar nicht im Naturschutzgebiet. Was auch nie schadet: den Bauer vorher fragen, ob man sich für eine kleine Auszeit auf einer seiner Wiesen niederlassen dürfe. Und immer gilt: Lassen Sie nichts zurück ausser dem Abdruck Ihrer Picknickdecke.

Die Ausstattung: Kleinigkeiten, wie fehlende Servietten, können einem das Picknickvergnügen vermiesen. Das Wichtigste ist die Decke mit wasserabweisender Unterseite. Dann Becher, Teller, ein paar Löffel und Gabeln, Flaschenöffner, Salz. Eine Rolle Küchenpapier, für alles, was sauber oder trocken gemacht werden muss. Ein paar Zahnstocher für alle, die keine Gabeln mitnehmen wollen. Ein Messer und ein Schneidebrett. Irgendetwas muss immer geschnitten werden. Ein Müllsack, Anti-Mücken-Spray und Sonnencreme.

Der Proviant: Klar, auch mit ein paar Sandwiches und Chips von der Tankstelle kann man sich eine schöne Zeit machen. Selbstgemachte Leckereien, die man am besten von Hand essen kann, machen aus einem Picknick aber erst das, was Franzosen und Engländer darunter verstehen: sich stilvoll inmitten von sattem Grün verlustieren. Echte Weingläser sind natürlich ein Muss für den im Bächlein gekühlten Rosé.

Tolle Inspiration für Picknicks in allen Lebenslagen und Konstellationen bietet das Buch der Wiener Köchin und Restaurantbetreiberin Julia Kutas «City Picknick». Ihre Rezepte sind so einfach wie überraschend: Etwa scharfe Hackfleischbällchen, Tortilla-Wraps, verschiede Tartes und Quiches, herzhafte Salate. Und wer doch lieber auf Stühlen als auf Decken sitzt, der serviert die Fingerfood-Köstlichkeiten seinen Liebsten zu Hause. Zur Not könnte man sie ja auch drinnen verspeisen.

Würzig: Walnussbrot

Das saftige Brot, mit einem Tomatenpesto serviert, lässt sich perfekt am Vortrag vorbereiten und, in einem Geschirrtuch eingewickelt, aufbewahren.

Zutaten für eine Kastenform von 25 cm

200 g Mehl
1 TL Backpulver
3 Eier
100 ml Olivenöl
100 ml Milch
130 g Roquefort
2 Zweige Rosmarin
30 g Walnüsse

Zubereitung
Mehl mit Backpulver, Eiern, Öl, Milch, Salz und Pfeffer verrühren. Roquefort zerbröseln, die Rosmarinnadeln hacken, mit den Nüssen unter den Teig heben. Masse in eine gebutterte Kastenform füllen und eine Stunde bei 180 Grad backen. 10 Minuten auskühlen lassen, aus der Form stürzen. Deftiger wird das Brot mit Speckwürfeln, Chorizo oder schwarzen Oliven. Auch passen Thymian, Oregano oder Salbei in den Teig.

Rezept: Julia Kutas, City Picknick

Englisch: Club-Sandwich

Zu einem stilechten Picknick gehört ein englisches Club-Sandwich. Saftig und knusprig im Biss, kommt diese Variante ganz ohne Fleisch aus.

Zutaten für zwei Personen
6 Scheiben Vollkorntoast
9 g Mango-Curry-Aufstrich
1 Tomate
90 g Rucola
1 hart gekochtes Ei
1 Avocado
4 Holzspiesschen

Zubereitung
Brot ca. 2 Min. in der oberen Hälfte des auf 240 Grad vorgeheizten Ofens rösten. Alle Toastbrotscheiben auf der nicht gerösteten Seite mit Aufstrich bestreichen. 2 Scheiben abwechslungsweise mit Tomatenscheiben und Rucola belegen, mit je 1 Scheibe bedecken. Geschnittenes Ei und Avocado darauf verteilen, würzen, mit je 1 Brotscheibe bedecken. Sandwiches etwas zusammendrücken, einmal diagonal durchschneiden, mit Holzspiesschen zusammenhalten.

Rezept: fooby.ch

Fruchtig: Mango-Taboulé

Das Taboulé mit Bulgur (links im Bild) geht schon fast als Dessert durch, so fruchtig und frisch kommt es daher. Und schnell gemacht ist es auch.

Zutaten für vier Personen
150 g Bulgur (oder Quinoa)
2 Bund Petersilie
200 g Minze
2 Tomaten
1 reife Mango
4 EL Olivenöl
Saft von 1 Zitrone.

Zubereitung
Bulgur in kochendes Salzwasser geben, umrühren, 2 Minuten aufkochen lassen. Feuer abschalten, Bulgur abgedeckt 10 Minuten auf dem Herd stehen lassen. Kurz mit kaltem Wasser abschrecken und abseihen. Petersilie und Minze grob hacken. Tomaten klein würfeln, Mango schälen und würfeln. Alle Zutaten vermengen. Mit Olivenöl, Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken, etwas ziehen lassen.

Rezept: Julia Kutas

Exklusiv: Quiche mit Feigen

Mit einem Fertigteig ist die Quiche ein Kinderspiel. Mit einem selbst gemachten Mürbeteig wird daraus aber eine kleine Delikatesse. Und schwer ist die Zubereitung des Teigs nicht, probieren Sie es aus.

Zutaten für den Mürbeteig
250 g Mehl
125 g Butter
1 Ei
125 ml eiskaltes Wasser
1 Prise Salz

Zutaten für die Eimasse und den Belag
4 Eier
250 ml Vollrahm
250 g Mascarpone
150 g Reibkäse
3 frische Feigen
1 Kugel Mozzarella
5 Scheiben Prosciutto
3 EL Oliventapenade

Zubereitung
Alle Teigzutaten schnell verkneten. Teig 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Teig ausrollen, eine Form von 28 cm Durchmesser damit auslegen, durchkühlen lassen. Alle Zutaten für die Eimasse verrühren. Mozzarella zupfen. Teig in der Form mit dem geriebenen Käse bestreuen, der Boden sollte damit bedeckt sein. Mozzarella verteilen, Schinken und Tapenade darauf geben, mit der Eimasse übergiessen. Bei 200 Grad rund 50 Minuten backen. Mit den frischen Feigen belegen.

Rezept: Julia Kutas